30.4.
„308 km/h“ zeigt die Leuchtschrift im Zug.
Aber man merkt
nichts von dieser Geschwindigkeit.
Wir sind auf dem Weg nach Süden mit dem Expresszug in
Richtung Shanghai.
Die 2. Klasse ist
voll ausgebucht;
die 1. Klasse leer… Alles ist wohl geordnet, mit einem
umfangreichen Kontroll- und Service-personal. ( mindestens einmal pro Stunde
kommt jemand , um irgendwelchen Schmutz aufzukehren und Abfall wegzuräumen)
Das Southern-Train Terminal ( das ist wohl ein Nebeneingang, den der Taxifahrer angesteuert hatte)
liegt ca. 7km ( 20-30 min mit Taxi für 30 RMB) vom Zentrum entfernt. Veras Kollegen hatten uns dringend geraten, einen Guide zu nehmen, weil wir uns auf dem „riesigen Bahnhof nicht zurecht finden“ würden. Aber es war alles so übersichtlich und „easy going“ und sauber!!!
Selbst die Sicherheitskontrollen verlaufen ruhig und ohne Hektik.
Ruhig gleiten im flachen Land trockene Felder, Gärten und
Siedlungen vorbei- keine Reisfelder, sondern
Getreide und viel Gemüse mit Folienkultur, die von vielen einzelnen
Leuten bewirtschaftet werden!!!.
Nur an den vorbeihuschenden Masten, die man kaum wahrnimmt,
kann man das Tempo erahnen.
Weiter südlich ändert sich die Landschaft: Berge, Felsen und
Steinbrüche prägen das Bild.
Als Industriestandorte sehen wir mehrere Zementfabriken. Das
ist ja auch natürlich, denn in den Städten sieht man überall Neubauten von
Hochhäusern.
Bei Nanjing überqueren wir den Jangtse- den längsten Fluss
Chinas und Asiens
Ab hier tauchen auch Reisfelder im Landschaftsbild auf.
Nach ca. 5 Stunden und 1227 km erreichen wir Suzhou, wo
wir einen Stopp einlegen, um die
berühmten Gärten zu besichtigen.
Die Weiterfahrt am nächsten Tag, dem 1.Mai, verläuft etwas „
weniger ruhig“.
Auf dem Bahnhof gehen wir fast unter in den Menschenmassen.
Im Hotel hatte man uns bekundet, dass ½ stündlich Züge nach Shanghai führen und
wir keine Tickets im Voraus benötigten. Ersteres stimmt, aber am Ticketschalter
waren die wenigen englischen Worte „ no ticket“. Erst in 4 Stunden wäre wieder
ein Zug nach Schanghai Main-Station verfügbar.
Also disponieren wir um und erhalten 2 Tickets für einen Zug
nach Schanghai- Honqiao- ohne Sitzplatzreservierung und mit einer Wartezeit von
„nur“ 2 Stunden !!
Der Zug kommt dann von Nanjing und ist schon gut gefüllt.
Wir ergattern doch noch 2 Sitzplätze. Aber meiner war für eine junge Frau
reserviert, die mir allerdings den Platz überlässt und die 30 Minuten Fahrt
selbst stehen bleibt.
Dieser Zug erreicht immerhin auch 299 km/h.
Wow, so modern und futuristisch, hätte ich nicht gedacht.
AntwortenLöschenUnd? Hast du dich seniorig gefühlt, als dir die Dame den Sitzplatz überlassen hat?
Liebe Grüße
Heike
ja, doch schon etwas. Aber die Aussicht, nach einem ganzen Tag auf den Beinen dann noch im Zug stehen zu müssen, hat schnell den Stolz besiegt und so habe ich das Angebot dankbar angenommen
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