Wenn auch Siemens eine stattliche Anzahl Loks und Züge nach China verkauft hat
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/unternehmen/technologie-siemens-verkauft-100-zuege-nach-china/1478228.html
so stammen diese beiden Flitzer, die wir auf dem Bahnhof in Peking fotografiert haben, nicht aus dem Hause Siemens
( wir reisten im ersten Zug)
Montag, 21. Mai 2012
Sonntag, 20. Mai 2012
Resumee
Wir sind zutiefst überrascht und beeindruckt!!
Elektocars:
nicht nur im Steinwald von Shilin
sondern auch im Stadtbild von Peking
Und auch die Polizei von Shanghai fährt " elektrisch"
Ich weiß nicht, warum mir dieses Bild so symbolhaft vorkommt. Ob da wohl jemand eine Erklärung findet??
Sicherlich haben wir auf unserer 10- tägigen Reise nur einen
Bruchteil dieses Riesenlandes kennen gelernt. Und auch in den besuchten Städten
konnten wir nicht alles Sehens- und Erlebenswerte für uns erschließen..
Großzügige Stadtplanung mit moderner Architektur und
Verkehrswegeführung, Ordnung und Sauberkeit bis ins Detail, Disziplin im
Straßenverkehr und in den Verkehrsmitteln, Elektromopeds und solarbetriebene
Straßenbeleuchtung…..
Sicherlich hatten da
die Olympischen Spiele einen nicht unerheblichen Einfluss.
Es ist schon beachtlich und erstaunlich, welche enorme
Entwicklung, ja welch „ wirklich großen Sprung“ dieses Land in den letzten 30
Jahren ( das ist ja nicht einmal eine ganze Menschengeneration) geschafft hat.
Wir können es nicht ermessen, sondern nur vermuten, was
alles und wie viele bei dieser Entwicklung „ auf der Strecke geblieben sind“
und wie weh manche Entscheidungen getan haben. Aber der Erfolg scheint diesem
Prozess recht zu geben und die Menschen scheinen sich arrangiert zu haben.
Jawohl, Überwachungskameras und Ordnungskräfte waren mehr oder weniger „dezent“
überall präsent. Aber uns haben sie nicht gestört, obwohl- oder gerade weil??-
wir individuell ( also nicht organisiert geführt) unterwegs waren. Und wir
haben auch keinerlei außergewöhnliche Aktionen
beobachtet ( auch kaum einen Unfall).
Sicherlich haben diese großen Städte und das Land insgesamt
„ Schmuddelecken“. Wir haben sie in dieser kurzen Zeit nicht gesehen. Nur
andeutungsweise hatten wir Einblicke in das Leben jenseits der schillernden
Fassaden – In Peking in einigen Hutungs und in Shanghai im Umfeld des Gartens
Yu Yan. Und Suzhou war wohl am ehesten Provinz.
Aber da haben wir in vielen asiatischen Städten schon
schlimmere Ecken gesehen.
China ist kein Billigland. Aber es gibt auch keine so
deutlich ausgeprägte „ Ausländer- Abzock- Mentalität“. Alle Menschen zahlten
die teilweise hohen Preise ( insbesondere Eintritte) ohne zu zucken, wo uns schon manchmal der Atem stockte. Aber
dafür sind die öffentlichen Verkehrsmittel sehr preiswert.
Für viele Menschen scheint das hohe Lebensniveau
selbstverständlich zu sein. Aber teilweise sehr aufdringliche BettlerInnen ( in
Shanghai) und Invaliden, die in der Fußgängerzone von Kunming einfach abgelegt
wurden, aber wiederum auch wenig Beachtung fanden, waren auch nicht zu
übersehen. Der schlimmste Anblick war
ein Mensch in Kunming, der kräftig kauend vor Müllsäcken saß, die er gerade
durchwühlte.
Zwei unangenehme Eigenarten der Chinesen sollen nicht
unerwähnt bleiben: Das starke Rauchen und das „ Rotzen und Spucken“
Natürlich sind unsere Eindrücke geprägt vom Vergleich zu Hanoi…
Uns scheint, dass zumindest Peking und Umgebung sich auf ein
solches Niveau entwickelt haben, das
Vietnam und Hanoi wohl nur unter größten Anstrengungen oder nie erreichen
werden.
Man konnte auf den Fußwegen laufen, schnittige Elektrobikes,
keine Müllbeutel allerorten, keine Plaste-Höckerchen……
Unvergleichbar die Disziplin im Straßenverkehr- da fiel die
Adaption in Hanoi wieder schwer!!!
Wenig Kinder und Schwangere ( wir lasen in der Zeitung von
immer noch drastischen Strafen für das zweite Kind)
Handys sind auch weit verbreitet, aber längst nicht so
ausgeprägt, wie in Hanoi.
Elektocars:
nicht nur im Steinwald von Shilin
sondern auch im Stadtbild von Peking
Und auch die Polizei von Shanghai fährt " elektrisch"
Ich weiß nicht, warum mir dieses Bild so symbolhaft vorkommt. Ob da wohl jemand eine Erklärung findet??
Donnerstag, 17. Mai 2012
Steinwald in Shilin
Für die Anreise wählten wir wieder ein Privat-Auto. Diesmal
sprach der Fahrer aber kein Wort Englisch und vom Hotel gab`s auch keine
weiteren Hinweise.
Club-Cars mit Fahrerinnen in bunter Tracht. bringen uns vom PKW- Parkplatz bis zum Eingang.
Dort-der erste Schock: Eintrittspreis
175 RMB ( ca. 22 €).
Einen Plan ö.ä. Infomaterial in Englisch gibt es nicht. Man
verweist auf die klitzekleine Karte auf dem Ticket- in Chinesisch.
stehen oder sitzen herum ( nochmals 80 RMB).
Aber da die wenigsten Englisch sprechen, sind wir nicht ihre Zielgruppe.
Danach kommt der zweite Schock. Für die nunmehr anstehend Fahrt mit dem Clubcar
benötigt man noch ein Ticket für noch mal 25
RMB.
Mit etwas Groll im Bauch fährt man ca. 1km zur Einlasskontrolle
, um von dort aus nochmals fast 1km auf Asphaltstraße an Baustellen vorbei zu
laufen.
Und dann bieten sich die ersten grandiosen Anblicke!!
Auf einer großen Wandtafel können wir endlich die Dimension
des Terrains erahnen.
Nicht weit entfernt ist der nächste Parkplatz für Cars der „
inneren Schleife“. Die meisten der gerade mitangekommenen Gruppen nutzen diese
Tour; fahren um den „ Major Forest“ herum, werden dann durch ein bestimmtes
Gebiet geführt und streben schon wieder dem Ausgang zu- Tourdauer c. 1h.
Aber nicht mit uns !!
Wir erschließen uns individuell den „ Major Forest“ gewisser
Massen von hinten und tauchen ein in eine bizarre Welt von Fels, Wasser, vielen
prächtigen Bougainvillen und kleinen
Tempelchen.
Lasst einfach mal ein paar Bilder auf Euch wirken….
Alle Wege und Treppen
sind mit gutem Belag versehen, Geländer aus Edelstahl.
Verlaufen könnte man sich schon, aber an vielen Punkten sind
Überwachungskameras und SOS-Telefone installiert.
An einer Stelle können die Touris sich als Sani-Frauen verkleiden
Es sind sicherlich Unmassen an Menschen unterwegs und der
Menschenstrom ebbt auch am Nachmittag nicht ab: Aber bis auf wenige „
Staupunkte“ verteilt sich die Menge doch recht gut…
Wieder auf der Umgehungsstraße weitet sich der Blick auf den
„Pilzwald“
– das kennen wir noch von Kappadokien…
Und der rote Schlitzahorn bildet einen tollen Kontrast zu
den grauen Steinen- -
ergänzt durch die „
Raketenblumen“
Zum Schluss erklimmen wir noch den höchsten Punkt mit 1796 m
( immerhin ca. 100 m niedriger als Kunming).
und genießen nochmal die beeindruckende Aussicht.
Mittwoch, 16. Mai 2012
Kunming – Am Drachentor
Die Westberge erheben sich erheben sich am Nordende des Dian
Chi- Sees, des viertgrößten Wasserspeichers Chinas.
Man gelangt aus dem Stadtzentrum hierher sehr bequem mit
einem Expressbus ( A3)
direkt bis zum
Eingang eines großen „ Dorfes der Nationalitäten“. Anfangs „ pilgert“ man an
„ historisch nachempfundenen“ Gebäuden
mit Geschäften und
Restaurants und mehr oder weniger gelangweilten
bzw. mit sich selbst beschäftigten „ folkloristischen Schönheiten“
Diese Lampe hätten wir gern erstanden, aber das
war nur
Dekoration….
Wenn die Zeit für das Museumsdorf nicht reicht, kommt man
mit einem „ Free shuttle“- natürlich Elektro-Clubcar- zur Bodenstation der
Seil- Kabinenbahn.
Erst waagerecht über den See
und dann steil nach oben, erkennt man am Gegenhang das Ziel
( die kleinen roten Tupfen im Wald und am Fels).
Von daoistischen Mönchen wurden 1781 bis 1853 eine Galerie und Grotten in den Fels gehauen und letztere
bunt bemalt.
Wenn man da durchgekraxelt ist, wird einem beim
Hinunter-Schauen ganz schön mulmig!
Vom Berg da oben kann man ganz entspannt mit einem
Sessellift fahren-
himmlische Ruhe, klare Luft und betörender Duft
verschiedener Blüten und Nadelgehölze. Und wem die Sonne zu toll scheint, kann
sich sogar einen Sonnenschirm ausleihen …..
Von der Talstation des Sesselliftes könnte man wieder mit
der Gondelbahn zurück
( Empfehlung des Hotels), aber dann würde man weitere
Attraktionen verpassen- den
Hua Ting-Tempel, den man mit dem „ green bus“
erreichen kann.
In keinem buddhistischen Tempel in Asien waren mir bisher diese Vielzahl der Luohan
(oder Arhat) –Darstellungen begegnet.
Übertragen bedeutet dies „ spirituell Praktizierende, die bestimmte hohe Stufen der Verwirklichung realisiert haben“.
Hier in diesem Tempel begegnen sie uns als goldene Figuren
Hier ein Beispiel: "Der Zweigesichtige"
oder als großflächiges Relief
Einfach beeindruckend!!!
Wer
mehr dazu wissen will: http://en.wikipedia.org/wiki/Arhat_(Buddhism)
Die Rückfahrt, ebenfalls mit einem Bus ( Linie 51) zeigt uns
auch einige der schmutzigen Seiten Kunmings.
Dienstag, 15. Mai 2012
Kunming - Anreise und allgemeine Impressionen
3.5.- bis 6.5.
Die Fahrt zum Flughafen Shanghai-Hongqiao mit Taxi bis zur
U-Bahn und dann mit Linie 2 direkt bis zum Airport verlief schneller als
erwartet. Der Flughafen- groß, aber „ tote Hose“.
Und nun sind wir schon in Kunming und schnuppern noch etwas
Großstadt-Flair ( um die 7 Mill. Einwohner leben hier).
Das Hotel „ New Era“ liegt mitten Zentrum.
Wir wohnen im
25.Stock und Frühstück gibt’s im 28. Von da aus gibt es imposante Anblicke.
(
Ganz da hinten rechts liegen die Westberge mit dem Drachentor)
Rings um das Hotel liegen Einkaufsmeilen und nur noch ein ganz geringer Hauch von Altstadt.
Abends entwickelt sich hier
eine eigenwillige Atmosphäre mit
Musikanten, Tänzern und Akrobaten,
Händlern,
praktisch: der handbetriebene
Ventilator zum tragbaren
Grill
Bettlern und.. einer „ Massagemeile“
Stadt und Umgebung werden uns auch in Erinnerung bleiben
durch die prächtigen Bougainvillea`n und elegante Verkehrslösungen mit drei
kreuzungsfreien Ringstraßen, auf denen es öfters bis in die dritte Etage geht.
Die 1895 m Höhenlage merkt man der Stadt nicht an.
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