Sicherlich haben wir auf unserer 10- tägigen Reise nur einen
Bruchteil dieses Riesenlandes kennen gelernt. Und auch in den besuchten Städten
konnten wir nicht alles Sehens- und Erlebenswerte für uns erschließen..
Großzügige Stadtplanung mit moderner Architektur und
Verkehrswegeführung, Ordnung und Sauberkeit bis ins Detail, Disziplin im
Straßenverkehr und in den Verkehrsmitteln, Elektromopeds und solarbetriebene
Straßenbeleuchtung…..
Sicherlich hatten da
die Olympischen Spiele einen nicht unerheblichen Einfluss.
Es ist schon beachtlich und erstaunlich, welche enorme
Entwicklung, ja welch „ wirklich großen Sprung“ dieses Land in den letzten 30
Jahren ( das ist ja nicht einmal eine ganze Menschengeneration) geschafft hat.
Wir können es nicht ermessen, sondern nur vermuten, was
alles und wie viele bei dieser Entwicklung „ auf der Strecke geblieben sind“
und wie weh manche Entscheidungen getan haben. Aber der Erfolg scheint diesem
Prozess recht zu geben und die Menschen scheinen sich arrangiert zu haben.
Jawohl, Überwachungskameras und Ordnungskräfte waren mehr oder weniger „dezent“
überall präsent. Aber uns haben sie nicht gestört, obwohl- oder gerade weil??-
wir individuell ( also nicht organisiert geführt) unterwegs waren. Und wir
haben auch keinerlei außergewöhnliche Aktionen
beobachtet ( auch kaum einen Unfall).
Sicherlich haben diese großen Städte und das Land insgesamt
„ Schmuddelecken“. Wir haben sie in dieser kurzen Zeit nicht gesehen. Nur
andeutungsweise hatten wir Einblicke in das Leben jenseits der schillernden
Fassaden – In Peking in einigen Hutungs und in Shanghai im Umfeld des Gartens
Yu Yan. Und Suzhou war wohl am ehesten Provinz.
Aber da haben wir in vielen asiatischen Städten schon
schlimmere Ecken gesehen.
China ist kein Billigland. Aber es gibt auch keine so
deutlich ausgeprägte „ Ausländer- Abzock- Mentalität“. Alle Menschen zahlten
die teilweise hohen Preise ( insbesondere Eintritte) ohne zu zucken, wo uns schon manchmal der Atem stockte. Aber
dafür sind die öffentlichen Verkehrsmittel sehr preiswert.
Für viele Menschen scheint das hohe Lebensniveau
selbstverständlich zu sein. Aber teilweise sehr aufdringliche BettlerInnen ( in
Shanghai) und Invaliden, die in der Fußgängerzone von Kunming einfach abgelegt
wurden, aber wiederum auch wenig Beachtung fanden, waren auch nicht zu
übersehen. Der schlimmste Anblick war
ein Mensch in Kunming, der kräftig kauend vor Müllsäcken saß, die er gerade
durchwühlte.
Zwei unangenehme Eigenarten der Chinesen sollen nicht
unerwähnt bleiben: Das starke Rauchen und das „ Rotzen und Spucken“
Natürlich sind unsere Eindrücke geprägt vom Vergleich zu Hanoi…
Uns scheint, dass zumindest Peking und Umgebung sich auf ein
solches Niveau entwickelt haben, das
Vietnam und Hanoi wohl nur unter größten Anstrengungen oder nie erreichen
werden.
Man konnte auf den Fußwegen laufen, schnittige Elektrobikes,
keine Müllbeutel allerorten, keine Plaste-Höckerchen……
Unvergleichbar die Disziplin im Straßenverkehr- da fiel die
Adaption in Hanoi wieder schwer!!!
Wenig Kinder und Schwangere ( wir lasen in der Zeitung von
immer noch drastischen Strafen für das zweite Kind)
Handys sind auch weit verbreitet, aber längst nicht so
ausgeprägt, wie in Hanoi.
Elektocars:
nicht nur im Steinwald von Shilin
sondern auch im Stadtbild von Peking
Und auch die Polizei von Shanghai fährt " elektrisch"
Ich weiß nicht, warum mir dieses Bild so symbolhaft vorkommt. Ob da wohl jemand eine Erklärung findet??
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